Rentner

„Die Rentenbezieher sind Menschen, die bis zu 40 und mehr Jahren von ihrem Einkommen stets in die Rentenkasse eingezahlt haben. Ihre Arbeitgeber haben das Gleiche noch dazugetan. Diese Solidarzahlungen betragen insgesamt 18,7 Prozent (Stand 2017) des sozialversicherungspflichtigen Bruttolohnes. Da kommt schon eine gewaltige Summe zusammen, die während eines aktiven Berufslebens in die Rentenversicherung eingezahlt worden ist. Doch dieses Geld ist bereits ausgegeben. Das haben die Rentner vor ihnen dank des Umlagesystems bereits verbraucht. …“ (S. 52)

Das Umlagesystem ist nicht mehr zukunftsfähig. Der Staat muss jährlich viele Milliarden Euro beisteuern, um die Rentenversicherung vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren. Am Ende reicht es dann aber auch nur, um die monatlichen Renten in Höhe des staatlich zugesicherten Rentenniveaus (aktuell 48,1 Prozent) leisten zu können. Dieses mit erheblichen Mitteln aus Steuergeldern subventionierte Rentenniveau bedeutet nach Ausscheiden aus dem Berufsleben einen gewaltigen finanziellen Einbruch.

Die Folgen zeigen sich in einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes (Oktober 2018): 16,1 Prozent der 65- bis 69-jährigen arbeitet noch. 2007 hingegen waren es erst 7,1 Prozent. Das bedeutet mehr als eine Verdoppelung. 40 Prozent der noch arbeitenden Senioren tuen dies – nach eigenen Angaben – aus finanziellen Gründen.

In dieses Bild passt auch das Ergebnis eines Verteilungsberichtes des WSI (einem Institut der Hans-Böckler-Stiftung). Danach haben 40 Prozent der dauerhaft Armen das 65. Lebensjahr überschritten. Der große Teil der Armen ist entweder Rentner (49%) oder arbeitslos (25%).

Wenn wir nichts am Rentensystem ändern, werden sich diese Zahlen von Jahr zu Jahr dramatisch zum Nachteil der alten Menschen verändern.

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